Etliche professionelle Journalisten beklagen die verlohrengegangene Qualität, die sich in den letzten Jahren in den Printmedien breitgemacht hat - was natürlich zu bedauern ist - wobei man aber auch bedenken sollte, dass diesem Qualitätsverlust eigentlich ein VERTRAUENSVERLUST voranging. Man denke an den letzten Bundestagswahlkampf, oder an die Kriegsberichterstattung, wo für all jene mit genügend Hirnschmalz, die sich zusätzlich online über verschiedene (auch ausländische) Quellen informierten, offensichtlich wurde, dass sich in der einen oder anderen Zeitung auch nicht unabhängige Kräfte betätigen.
Dieser Verlust an Vertrauen ist es, der den Zeitungen zu schaffen macht und hoffentlich werden sich mit der Zeit die seriösen Schreiber durchsetzen. Ob diese nun eine journalistische Ausbildung absolvierten oder sich aus der bloggenden Welt emporgetextet haben, sei dabei einerlei.
Sollte man die Konkurrenz durch das Internet in diesem Bereich nicht begrüssen?
Ein kleiner positiver Nebeneffekt wäre zusätzlich, dass durch den Niedergang der Printmedien Papier gespart und unsere Wälder geschont werden ;-)
Brauchen wir daher noch die üblichen Zeitungen, oder genügen künftig auch nur noch gut organisierte bloggende Schreiber ?


21.01.07 @ 10:33